“Das Leben ist nun mal hart! Und das müssen unsere Kinder möglichst früh lernen!” So ähnliche Sätze höre ich oft und ich kann es auch beobachten, in dem wie mit Kinder umgegangen wird. Mit Leichtigkeit hat es oft wenig zu tun.

Es ist ja auch kein Wunder, denn die meisten von uns haben es auch schon seit dem wir klein sind, so eingebläut bekommen und am eigenen Leib gespürt. Bei mir war es vor allem durch mein Vater, die Schule, meine Ballettausbildung und durch viele Erwachsene aus meinem Umkreis. Dadurch habe ich es lange nicht in Frage gestellt und hatte die Einstellung man kann meistens nur mit “Schmerzlernen” weiterkommen im Leben und das Sachen, die leicht waren, nicht viel wert sind.

Wer mich schon länger verfolgt, weiß aber dass Leichtigkeit inzwischen sowas wie mein Lebensmotto geworden ist. Was ist also passiert?

Durch meine Kinder, meine Ausbildungen und meine Persönlichkeitsentwicklung habe ich angefangen den Glaubenssatz “Es muss weh tun, damit es effektiv ist” in Frage zu stellen und durfte die Erfahrung machen, dass man tatsächlich die Wahl hat. Es gibt natürlich den harten Weg, der einen zum Ziel führt, gleichzeitig gibt es auch den leichten Weg und der führt einem auch zum Ziel.

Sogar die Idee dass es mit Leichtigkeit immer länger dauert, hat sich für mich nicht bewahrheitet.

Hilfreich war auch zu verstehen dass der harte Weg Konsequenzen auf meine Gesundheit hat. Mein Immunsystem, meine Migränen…Mein Körper zeigt mir ganz genau wann ich zu oft über meine persönliche Grenzen gegangen bin. Darauf hatte ich keine Lust mehr.

Ein Beispiel: Hausaufgabensituation mit meiner jüngsten Tochter (7). Mein großes Ziel ist dass sie im Leben, das beruflich machen kann, was sie erfüllt und dass sie zu finanzieller Sicherheit kommt. Auf dem Weg dahin gibt es viele kleine Teilziele und Verantwortungen zu übernehmen. Je älter sie wird, umso mehr Verantwortung übergeben wir ihr. Im Moment ist sie jedoch in der 1. Klasse. 

So, und jetzt zum Thema Leichtigkeit. Ich kann sie mit Härte begleiten. So dass wir die Hausaufgabe durchziehen, komme was wolle. Weil Schule wichtig ist. Weil sie sonst den Anschluss verliert. Weil sie lernen soll, dass man auch Dinge tun muss, worauf man keine Lust hat. Weil wir nun mal alle da durch mussten und ohne Fleiß kein Preis. Das bedeutet dann (und ich habe es mit meinen älteren Kinder schon erlebt) viele Tränen, viele Konflikte, negative Assoziation mit Lernen, Schädigung unserer Beziehung, vielleicht (kurzfristige) bessere Leistungen (solange ich ihr im Nacken sitze, also die nächsten paar Jahre), weniger Zeit für mich und viel Wut und Ärger für uns beide. Ob sie später dadurch bessere Chancen hat einen erfüllenden Job mit finanzieller Sicherheit zu bekommen, ist nicht gesagt. Ich glaube es nicht. Wovon ich überzeugt bin, ist, dass unsere Beziehung, die für mich über alles steht, auch über Schule, einen Knacks bekommt, ebenso wie ihr Selbstvertrauen und ihr Selbstwert und wenn sie lernt dass man sich ständig zwingen muss Dinge zu tun auf die man keine Lust hat, wird sie später wie viele Erwachsene körperliche Folgen spüren (gut für die Pharmaindustrie!)

Ich kann auch den leichteren Weg wählen, für mich und für sie. Sie beobachten und wahrnehmen, wieviel sie im Alltag lernt und wie begeistert sie dabei ist. Ich kann mein Bestes dafür tun dass sie Lust hat ihre Hausaufgaben zu machen. Spielerisch, für einen angenehmen Arbeitsplatz sorgen, gute Stimmung, ohne Druck. Wenn alles nichts hilft, gehe ich mit ihr in Verbindung, frage nach was bei ihr so los ist und wenn sie dann gerade nicht bereit ist diese Hausaufgabe zu machen, dann ist das so. Ich vertraue darauf dass aus ihr trotzdem ein glücklicher Mensch wird und sie nicht unter der Brücke landet, zumindest nicht deswegen;)

An meinem Beispiel erkennt man dass Leichtigkeit nicht gleich Leichtigkeit ist. Abgesehen davon dass jeder etwas anderes als leicht empfindet, meine ich mit leicht,  nicht unbedingt dass etwas “easy” sein muss, also einfach und nicht komplex, sondern dass es nicht immer wehtun muss, also das vorher erwähnte “Schmerzlernen”. Lernen in der Schulzeit und auch später muss nicht langweilig, fremdbestimmt und anstrengend sein. Es darf, nein, es sollte Spaß machen, selbstbestimmt und freiwillig sein. Wirklich das ist möglich.

Schmerz ist ja sogar manchmal viel unkomplizierter als der angenehme Weg, denn das ist oft das was wir kennen. Da müssen wir uns nichts neues überlegen. Der Preis steht jedoch für mich nicht in Relation. 

Um auf den Satz vom Anfang zurückzukommen, „Das Leben ist hart“. Situationen sind manchmal sehr herausfordernd und können weh tun. Wie ich damit umgehe ist meine Entscheidung. Ich kann wählen welchen Weg ich gehe. Ich muss diesen Weg nicht alleine gehen wenn ich das Gefühl habe dass ich überfordert bin. Ich darf es mir leichter machen und mir Unterstützung holen und die kann sehr individuell sein. 

Genau das, ist das was ich mit meiner Arbeit als Familienbegleiterin tue. Ich unterstütze Familien, dabei, Wege zu finden, die Leichtigkeit in ihrem Leben bringen, so dass sie in die Kraft kommen ihre eigenen Strategien zu entwickeln. Damit Familienleben, Freude teilen bedeutet und nicht viele harte Jahre des Zurücksteckens sind.

Schau gerne auf meiner Seite was ich anbiete und ob dieses Angeboten, dir Leichtigkeit und Freude in deinem Familienleben bringen können. Mir ist besonders wichtig, dass der Weg schon so leicht wie möglich ist.

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